• Brinkley

Im Gespräch mit Mark A. Maier

#Autor #Liebesgeschichte #Liebesroman #Roman








Bitte erzählen Sie uns ein wenig über sich und Ihren Hintergrund.

Ich bin zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Autor auch als freischaffender Musiker und Musikpädagoge tätig. Ich habe in München studiert, habe eine Zeit lang in Wien gelebt, bin aufgrund meiner musikalischen Tätigkeit viel herumgekommen und lebe jetzt mit meiner Frau und meinen beiden Kindern wieder in meiner ursprünglichen Heimat Tirol.




Was hat Sie dazu inspiriert, Autor zu werden?

Ich liebe Geschichten und ich liebe es, Geschichten zu erzählen. Geschichten prägen unseren Alltag, unser Handeln und auch unsere Träume. Einen Roman zu schreiben war immer schon ein Traum von mir. Außerdem muss ich zugeben, dass es sich nach all den Jahren als Musiker, in denen man ständig unterwegs war, einfach wundervoll anfühlt, zu Hause “arbeiten” zu können.




Wie viele Bücher haben Sie bis heute veröffentlicht?

Ich habe unter verschiedenen Pseudonymen ein Kinderbuch und mehrere Kurzgeschichten, die ebenfalls veröffentlicht wurden, geschrieben. Mila! Ein Hauch von Zimt ist mein erster Roman, der auch unter meinem bürgerlichen Namen erschienen ist.




Wo und wann schreiben Sie? Haben Sie eine bestimmte Schreibroutine?

Ich habe keinen wirklichen Schreiballtag, der immer gleich abläuft. Aber was sich inzwischen herauskristallisiert hat, ist, dass ich am liebsten, und ich glaube auch am besten früh morgens bzw. am Vormittag schreibe. Es kommt auch des Öfteren vor, dass ich mir den Wecker auf 5:00 stelle (da ist es im ganzen Haus schön ruhig) und dann sofort mit dem Schreiben beginne. Ich mag diese Uhrzeit, wenn die Nacht so langsam in den neuen Tag hinein gleitet. Der Kopf ist noch völlig frei und ausgeruht und der Tag hat noch nichts Neues mit sich gebracht, das verarbeitet werden muss. Bis Mittag ist dann auch wirklich viel geschafft und ich kann meine Zeit dann voll und ganz meiner Familie oder auch anderen Aufgaben, wie unter anderem meiner Musik, widmen. Früher habe ich gerne in Kaffeehäusern geschrieben – inzwischen schreibe ich am liebsten zu Hause an meinem kleinen Schreibtisch. Außer wenn zu Hause mal etwas Ruhe herrscht – dann mache ich mich auf unserer gemütlichen Eckbank in der Küche breit.




Woher nehmen Sie Ihre Inspiration?

Da gibt es zwei Arten von Inspiration: Die Erste ist die, die dich dazu bringt, jeden Tag deine Träume zu verfolgen und dein Leben voll und ganz zu nutzen und zu genießen: Da ist in erster Linie meine Frau meine größte Inspiration. Die Ehrlichkeit, mit der sie allem und jedem begegnet und die Leidenschaft, mit der sie alles in ihrem Leben in Angriff nimmt, ist einfach ansteckend und inspirierend. Dann sind da meine Kinder, die mir jeden Tag aufs Neue zeigen, dass nichts auf dieser Welt zu klein oder zu wertlos ist, um sich nicht daran zu erfreuen und daraus eine riesengroße Geschichte zu machen – sei es eine Blume, ein Stein in Herzform oder ein gelungener Fallrückzieher vor dem selbstgezimmerten Fußballtor.


Die zweite Art von Inspiration ist die, die deine Geschichten schreibt. Und die ist allgegenwärtig – beim Spazierengehen, im Familienalltag, beim Einkaufen; bei einem Stadtbummel, bei Gesprächen mit Freunden und Bekannten, im Urlaub usw... Man muss nur aufmerksam leben. Außerdem hatte ich aufgrund meines Berufes das Privileg, viel auf Reisen zu sein und viele Menschen und Orte kennenzulernen – und dadurch auch viele Geschichten zu hören. Auch durfte ich selbst viel erleben. Und jedes einzelne Erlebnis ergibt – einmal mehr und einmal weniger ausgeschmückt – eine wundervolle Geschichte. Außerdem träume ich gern – auch wenn ich wach bin. Da braucht man manchmal einfach nur mitschreiben.




Wer sind die Autoren, die Ihren Stil beeinflusst haben?

Das kann ich nicht beantworten, da ich mir nicht sicher bin, wie sich “mein Stil” für andere liest. Ich mochte jedoch schon immer diese Art von Sprache, die augenblicklich Bilder im Kopf entstehen lässt. Außerdem gehöre ich einer Generation an, die natürlich auch durch Filme geprägt wurde. Und diese Art von szenischen Darstellungen, Szenenwechseln, aber auch Dialogen findet man mit Sicherheit auch in meinem Schreibstil – während ich schreibe, sehe ich bereits den Film vor meinem geistigen Auge: Ob ich vorher schreibe und dann den Film sehe, oder der Film zuvor da ist, das kann ich nicht sagen – ich glaube es geht Hand in Hand.




Wie lange brauchen Sie, um einen Roman zu beenden?

Das kann ich auch nur schwer beantworten. Mila! Ein Hauch von Zimt habe ich in nur drei Monaten geschrieben. An einem anderen Roman, von dem ich mir eigentlich nur eine Pause gegönnt habe, in der ich dann den vorher erwähnten Roman geschrieben habe, sitze ich jetzt schon gut achtzehn Monate. Ich denke manche Geschichten schreiben sich wie von selbst – andere wiederum brauchen Zeit, um zu reifen. Auch die äußeren Umstände spielen eine große Rolle. Mila! Ein Hauch von Zimt entstand während des Lockdowns. Da gab es nicht viele andere Dinge, die einen ablenkten oder groß Zeit beanspruchten.




Was bedeutet Ihnen das Schreiben?

Schreiben bedeutet für mich in gewissem Maße Freiheit. Freiheit, Fantasien auf dem Papier auszuleben; Freiheit, Welten und Personen zu kreieren, die einen dann auch stets irgendwie in Gedanken begleiten; Freiheit, jederzeit träumen zu dürfen, ohne sich dafür rechtfertigen zu müssen; Freiheit, aufzuzeigen, dass nicht immer alles Schwarz oder Weiß ist, sondern es auch stets auf den Blickwinkel ankommt; Freiheit, Seiten von einem selbst zu offenbaren, die man im Alltag vielleicht eher mal versteckt; und vor allem Freiheit, immer und überall “arbeiten” zu können und nicht an einen Ort oder an fixe Arbeitszeiten gebunden zu sein – so kann man stets den wichtigen Dingen des Lebens auch genügend Platz schenken. Außerdem finde ich den Gedanken schön, dass irgendwer meine Geschichte liest und sich deswegen gerade wohl fühlt, zu träumen beginnt, ein wenig Auszeit von einem vielleicht stressigen Alltag bekommt, oder vielleicht sogar den Mut findet, etwas in seinem Leben zu ändern, das ihm oder ihr im Weg steht, um wirklich glücklich zu sein.




Welche Autoren finden wir in Ihrer privaten Bibliothek?

Beim Lesen ist es bei mir wie mit der Musik. Meine Büchersammlung geht quer durch alle Genres. Neben J.K. Rowling stehen die Werke von Herman Hesse, zwischen Stephen King und Simon Beckett findet man Daniel Glattauer, neben der Millennium Trilogie von Stieg Larsson taucht Rosendorfers Briefe in die chinesische Vergangenheit auf, dann findet man neben Tolkins Herr der Ringe David Safier, H.P. Kerkerling, Franz Kafka und Bernhard Aichner, und zwischen den Sammlungen von Wilhelm Busch und Loriot lächeln neben Sebastian Fitzek auch Terry Pratchett und Suzanne Collins hervor. Und so geht es weiter. Aber was alle diese bereits erwähnten Bücher gemein haben, ist, dass sie mich beim Lesen damals gefesselt haben und die Geschichten mich auch dann nicht wieder verlassen haben, nachdem ich die Bücher fertig gelesen hatte. Die Geschichten wurden zu Erinnerungen und zu einem Teil der eigenen Fantasie.




Was wünschen Sie sich für die Zukunft?

In erster Linie, dass meine Familie gesund bleibt, wir weiterhin zusammenhalten und uns bei unseren kleineren und auch größeren Vorhaben, egal wie absurd sie manchmal auch erscheinen mögen, unterstützen. Dann hoffe ich, noch viele Geschichten schreiben zu können, die (hoffentlich) viele Leser zum Träumen bringen, inspirieren oder auch einfach nur für eine bestimmte Zeit lang unterhalten. Außerdem möchte ich endlich mal ins Weihnachtsmanndorf in Finnland und dort die Nordlichter sehen.




Wo können Ihre Leser Sie online finden?

Ich bin seit Kurzem auf den verschiedensten Social Media Plattformen wie Twitter, Facebook oder auch Instagram unter meinem Namen zu finden und bemühe mich auch, dort präsent zu sein, ohne dabei täglich ein Foto von mir am Schreibtisch oder meinem Mittagessen zu posten. Und ich muss sagen, ich bin überrascht, wievielen netten Leuten ich dadurch bereits begegnet bin und ich freue mich immer wieder, wenn mich einer anschreibt, mir Fragen stellt oder auch seine Meinung kund tut. Eine eigene Homepage besitze ich nicht – aber das werde ich auch noch schaffen.